Ratgeber
Warum kosten langsame oder alte Websites Kunden?
Langsame oder alte Websites kosten Kunden, weil Besucher abspringen, bevor sie das Angebot sehen, weil sie auf dem Handy schlecht bedienbar sind und weil Google Ladezeit und Nutzererfahrung bei der Bewertung berücksichtigt. Eine Seite, die schnell lädt und mobil gut funktioniert, wird häufiger gefunden und häufiger angefragt.
Niemand wartet gern. Hier steht, woran du eine langsame Website erkennst, was Google mit den „Core Web Vitals“ misst, welche Bremsen am häufigsten stecken und wie du mit kostenlosen Werkzeugen selbst prüfst, wo deine Seite steht.
Von Fabian Baloi · Zuletzt aktualisiert:
01
Warum springen Besucher von langsamen Websites ab?
Wer auf dem Handy etwas sucht, vergleicht. Wenn deine Seite nach dem Tippen erst einmal weiß bleibt, ist der nächste Treffer nur einen Daumen entfernt. Besonders unterwegs, im mobilen Netz, fällt jede Sekunde auf.
Ladezeit ist aber nicht alles. Auch Seiten, die schnell laden, verlieren Besucher, wenn Inhalte springen, Knöpfe zu klein sind oder Text erst nach Wegklicken mehrerer Hinweise lesbar wird. Eine alte Website, die nie für Handys gebaut wurde, ist oft beides: langsam und unpraktisch.
02
Was messen die Core Web Vitals?
Google beschreibt mit den Core Web Vitals drei Werte für die Nutzererfahrung. Die Grenzwerte gelten als „gut“, wenn sie bei den meisten Seitenaufrufen erreicht werden.
| Wert | Was er misst | Gut, wenn |
|---|---|---|
| LCP (Largest Contentful Paint) | Wann der größte sichtbare Inhalt geladen ist, etwa Bild oder Überschrift | höchstens 2,5 Sekunden |
| INP (Interaction to Next Paint) | Wie schnell die Seite auf Tippen und Klicken reagiert | höchstens 200 Millisekunden |
| CLS (Cumulative Layout Shift) | Wie stark Inhalte beim Laden verrutschen | höchstens 0,1 |
Google nennt die Core Web Vitals als einen von vielen Faktoren für die Suche. Gute Werte allein bringen keine Spitzenplätze, schlechte können aber schaden.
03
Was macht Websites am häufigsten langsam?
Riesige Bilder
Fotos direkt aus der Kamera, mehrere Megabyte groß, im kleinen Rahmen angezeigt. Moderne Formate und passende Größen sparen viel.
Zu viele Erweiterungen
Jede Erweiterung, jedes Skript, jedes Widget lädt mit. Vieles davon wird kaum genutzt.
Schwaches Hosting
Ein überlasteter, günstiger Server antwortet langsam, egal wie gut die Seite gebaut ist.
Fremde Dienste
Eingebettete Karten, Videos, Chats und Tracking laden Inhalte von anderen Servern – oft schon, bevor jemand sie braucht.
Unkomprimierte Videos
Ein Hintergrundvideo kann eine Seite stark ausbremsen, wenn es nicht für das Web optimiert ist.
Veraltete Technik
Alte Themes und Baukästen sind oft nicht für Handys und aktuelle Browser gebaut.
04
Was kostet eine langsame Website wirklich?
Die Kosten sieht man nicht auf einer Rechnung. Sie stecken in Anfragen, die nie kommen: Menschen, die deine Seite öffnen, kurz warten und zurück zur Trefferliste gehen. In der Statistik tauchen sie höchstens als kurze Besuche auf, in deinem Postfach gar nicht.
Besonders teuer wird es, wenn du Werbung schaltest. Jeder Klick auf eine Anzeige kostet Geld – landet der Besucher auf einer langsamen Seite und geht wieder, ist dieses Geld verloren. Eine schnelle Zielseite ist deshalb oft die günstigste Verbesserung für eine Kampagne.
Und schließlich der Eindruck: Eine Seite, die hakt, springt und auf dem Handy schlecht aussieht, lässt auch den Betrieb dahinter weniger professionell wirken. Gerade bei hochwertigen Angeboten passt das nicht zusammen.
05
Wie prüfst du selbst, wie schnell deine Website ist?
Auf dem Handy öffnen
Im mobilen Netz, nicht im WLAN. Wie lange dauert es, bis du etwas Sinnvolles siehst?
PageSpeed Insights
Gib deine Adresse bei PageSpeed Insights ein. Das Werkzeug von Google zeigt Messwerte und konkrete Hinweise, kostenlos.
Search Console
Wenn deine Seite in der Google Search Console angemeldet ist, zeigt der Bericht zu den Core Web Vitals, welche Seiten Probleme haben.
Unterseiten testen
Nicht nur die Startseite. Oft sind es einzelne Seiten mit vielen Bildern oder eingebetteten Diensten, die bremsen.
Vergleichen
Teste zum Vergleich die Seiten von zwei, drei Mitbewerbern. Das zeigt, wo du stehst.
06
Optimieren oder neu bauen?
Wenn die Seite grundsätzlich modern ist und nur einzelne Bremsen hat – große Bilder, ein überflüssiges Skript –, reicht oft eine Optimierung. Wenn sie auf dem Handy schlecht bedienbar ist, auf alter Technik läuft und das Design nicht mehr zum Betrieb passt, ist ein Neubau meist sinnvoller als Flickwerk.
Auch aufwendige Seiten mit Video oder 3D können schnell sein, wenn sie entsprechend gebaut sind: erst ein leichtes Standbild, der Rest im Hintergrund. Wie das bei 3D-Seiten aussieht, steht unter Was kostet eine Website mit 3D-Animationen? und Scroll-Animationen und Video-Hero. Damit eine Seite schnell bleibt, braucht sie außerdem regelmäßige Website-Wartung.
07
So hilft UpToVision
Unsere Websites werden vorgerendert ausgeliefert, Bilder und Videos werden für das Web komprimiert und in der richtigen Reihenfolge geladen. Ob deine bestehende Seite optimiert oder neu gebaut werden sollte, sagen wir dir ehrlich. Mehr zu unserer Arbeitsweise unter Website erstellen lassen, zur laufenden Pflege beim Website-Abo.
Schick uns die Adresse deiner Website an kontakt@up2vision.com oder über die Kontaktseite.
08
Häufige Fragen
Wie schnell sollte eine Website laden?
Google empfiehlt, dass der größte sichtbare Inhalt innerhalb von 2,5 Sekunden geladen ist. Je schneller, desto besser – besonders auf dem Handy im mobilen Netz.
Beeinflusst die Ladezeit das Google-Ranking?
Ja, die Core Web Vitals fließen als einer von vielen Faktoren in die Bewertung ein. Wichtiger als Ranking ist aber oft, dass schnelle Seiten mehr Besucher halten und mehr Anfragen bringen.
Wie teste ich die Geschwindigkeit meiner Website kostenlos?
Mit PageSpeed Insights von Google und dem Bericht zu den Core Web Vitals in der Search Console. Zusätzlich hilft ein einfacher Test auf dem eigenen Handy im mobilen Netz.
Machen Videos eine Website zwangsläufig langsam?
Nein, wenn sie für das Web komprimiert sind und erst geladen werden, wenn sie gebraucht werden. Ein leichtes Standbild zuerst sorgt dafür, dass der Besucher sofort etwas sieht.
Ab wann ist eine Website zu alt?
Wenn sie auf dem Handy schlecht bedienbar ist, nicht mehr aktualisiert werden kann, Sicherheitsupdates fehlen oder das Erscheinungsbild nicht mehr zum Betrieb passt. Ein Alter in Jahren lässt sich pauschal nicht festlegen.
Hilft besseres Hosting gegen eine langsame Website?
Wenn der Server die Bremse ist, ja. Oft liegt das Problem aber in der Seite selbst – zu große Bilder, zu viele Skripte. Ein Test zeigt, wo es hakt.